Philosophie

In der Philosophie (altgr. φιλοσοφία, lat.philosóphia, wörtlich „Liebe zur Weisheit“) wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu deuten und zu verstehen.

Wikipedia. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie

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Glauben

«Jede Religion, egal ob Voodoo, Christentum, Islam oder was auch immer, fusst im Wesentlichen auf Aberglauben, unsichtbaren Geisterwesen und naturwissenschaftlich unhaltbaren Behauptungen. Wenn religiöse Menschen das gerne glauben wollen, so ist das ihre Sache, solange sie das privat machen. Sobald sich Religionen aber im öffentlichen Leben manifestieren, Gesetze bestimmen und Moralkodizes beeinflussen wollen, müssen sie sich gefallen lassen, dass man ihre Behauptungen an den Massstäben der modernen Welt misst, mit den Mitteln der Naturwissenschaft überprüft und sich künstlerisch in einer zeitgemässen Weise dazu äussert.»

GRUBER Werner, OBERHUMMER Heinz, PUNTGAM Martin: Wer nichts weiss, muss alles glauben. Salzburg : Ecowin Verlag, 2010

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Realsatire

Als Realsatire bezeichnet man Vorgänge, die bereits bei nüchterner Beschreibung satirisch wirken. Nach Schiller [1] stellt die Satire die mangelbehaftete Wirklichkeit einem Ideal gegenüber.

Satire (lat.satira; von satura lanx: „mit Früchten gefüllte Schale“, im übertragenen Sinne: „bunt gemischtes Allerlei“; früher fälschlich auf Satyr zurückgeführt, daher die ältere Schreibweise Satyra) ist eine Spottdichtung, die mangelhafte Tugend oder gesellschaftliche Missstände anklagt. Historische Bezeichnungen sind im Deutschen auch Spottschrift, Stachelschrift und Pasquill (gegen Personen gerichtete satirische Schmähschrift).

Wikipedia. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Satire

[1] Vgl. dazu: Friedrich Schiller: Satirische Dichtung. In: Über naive und sentimentalische Dichtung. (1795) Philosophische Schriften Teil 1; Nationalausgabe Bd. 20, Weimar/Böhlau, 1962

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Ethik

Ethik ist achtsames Wahrnehmen von Leben in all seinen Formen, kluges Urteilen und entsprechendes Handeln zum Wohl aller, Umwelt und Nachwelt eingeschlossen. Wer verantwortlich handeln will, braucht Zeit zum Überlegen

BRANTSCHEN Niklaus, Jesuit und Leiter des Lassalle-Instituts Wer präsent ist, ist ein Präsent. Alpha 21./22. Februar 2015

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Atheisten

Atheisten werden oft als Gottlose bezeichnet, meist mit dem Vorwurf, ein Atheist habe auch keine Moral. Das ist aber völlig falsch – eine Haltung, bei der die Moral abgelehnt wird, bezeichnet man als Nihilismus oder als Amoralismus. Ein Atheist kann, muss aber nicht Nihilist oder Amoralist sein. Auch die meisten Atheisten folgen einer Moral , nur dass sich ein Atheist zur Begründung seiner Moral nicht auf Gott beruft.

Warum sollte man nicht daran glauben, dass ein Gott existiert? Die meisten Theisten halten es für völlig legitim, zu glauben, dass es Zeus oder Thor oder Odin (oder einen der paar tausend anderen Götter, siehe auch →Götter der Welt) nicht gibt. Wie kommen sie dazu? Wenn es nicht richtig wäre, an die Nichtexistenz eines Gottes zu glauben, dann dürfte auch der Theist die Existenz von Zeus und anderen Göttern nicht leugnen (bestreiten). Theisten tun das aber im Allgemeinen, und Christen oder Muslime im Besonderen. Sie sind, was andere Götter angeht, starke Atheisten, zumindest glauben sie nicht an andere Götter. Ihren Unglauben halten sie für ihr selbstverständliches Recht bzw. für gerechtfertigt. Darin muss man ihnen zustimmen, aber es bedeutet auch, dass jeder das Recht hat, für keinen Gott eine Ausnahme zu machen, statt für einen bestimmten eine machen zu müssen.

Volker Dittmar. URL http://www.atheismus-info.de

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Aphorismen

Karlheinz Deschner

Ein Aphorismus ist ein philosophischer Gedankensplitter, der üblicherweise als kurzer, rhetorisch reizvoller Sinnspruch (Sentenz, Aperçu, Bonmot) formuliert und als Einzeltext konzipiert wurde. Sogenannte geflügelte Worte und pointierte Zitate gelten aus literaturwissenschaftlicher Sicht nicht als Aphorismen.

Wikipedia. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Aphorismen

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Kultur


Kultur ist nicht eifrig. Sie entsteht oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – im Kopf eines Einzelnen.

Zoë Jenny []


Kultur findet statt, wenn Möglichkeit auf Missstand trifft. Kultur […] ist Teil eines unvollkommenen Plans. Sie braucht den Mangel, um fordernd zu sein, […]

Dietrich Lohmann, Architekt


Längst hat sich der Begriff [Kultur] ausgeweitet auf alles Schöpferische, das der Mensch – über seine elementarsten Lebensbedürfnisse hinaus – in materieller und geistiger Hinsicht hervorbringt.

Carl Miville-Seile []


Kultur ist […] die letzte Bastion der Rebellion und des Ungehorsams. Während alles im Leben reglementiert und normiert wird, bietet sie noch Freiräume für Fantasie und Improvisation. Darum lasst uns alle Arten der Kultur konsequent und kompromisslos […] unter die Menschen tragen; sonst sieht es bald verdammt düster aus.

Roland Suter []


Quellenangabe:

Tino Krattinger, Tobit Schäfer, Beat von Wartburg: 103 Statements zur Kulturstadt Basel. Kulturstadt Basel: April 2011

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